Landgang auf eigene Faust in Southampton (London)

Southampton

Die reguläre Anlegezeit im Hafen von Southampton war für 9.30 Uhr ausgeschrieben. Wir wollten mal testen, wie lange es in der Regel dauert, bis man von Bord gehen kann. Das ist ja nicht ganz unwichtig, wenn man seine Landausflüge selbst organisieren und die volle Schiffsliegezeit ausnutzen möchte. Da das Schiff schon um 8.20 Uhr am Pier festmachte, stellten wir uns um 9.15 Uhr in Startposition auf Deck 3 und warteten. 9.35 Uhr ging es dann los! Die Passkontrolle gestaltete sich sehr unkompliziert; man musste nur seinen Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) so hochhalten, dass die Beamten das Bild gut sehen konnten und schon durfte man das Schiff verlassen. Am Ausgang des Terminals standen Freiwillige, die anhand von Stadtplänen (zum Mitnehmen) die Fragen der Kreuzfahrer beantworteten. Ein sehr netter älterer Herr erklärte uns also, wie wir zum Bahnhof in Southampton kommen. Unser erklärtes Ziel: London!

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    Janine

    unterwegs mit
    Matthias & CRUVIPUS

Die reguläre Anlegezeit im Hafen von Southampton war für 9.30 Uhr ausgeschrieben. Wir wollten mal testen, wie lange es in der Regel dauert, bis man von Bord gehen kann. Das ist ja nicht ganz unwichtig, wenn man seine Landausflüge selbst organisieren und die volle Schiffsliegezeit ausnutzen möchte. Da das Schiff schon um 8.20 Uhr am Pier festmachte, stellten wir uns um 9.15 Uhr in Startposition auf Deck 3 und warteten. 9.35 Uhr ging es dann los! Die Passkontrolle gestaltete sich sehr unkompliziert; man musste nur seinen Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) so hochhalten, dass die Beamten das Bild gut sehen konnten und schon durfte man das Schiff verlassen. Am Ausgang des Terminals standen Freiwillige, die anhand von Stadtplänen (zum Mitnehmen) die Fragen der Kreuzfahrer beantworteten. Ein sehr netter älterer Herr erklärte uns also, wie wir zum Bahnhof in Southampton kommen. Unser erklärtes Ziel: London!

Falls ihr lieber ihr euch auf eurem Landausflug in Southampton nicht so weit entfernen und lieber in der Nähe des Schiffes bleiben wollt, können wir euch den Spaziergang von Kathy empfehlen.

Wir hatten im Vorfeld sehr viel gelesen, wie wir uns am besten nach London begeben und entschieden uns für den Zug. Die Alternative wäre natürlich der Bus (als AIDA Ausflug oder als öffentliches Verkehrsmittel), aber der schien uns zu unberechenbar zu sein. Es gab diverse Berichte von ehemaligen Landausflüglern, die zum Teil von drei bis vier Stunden Rückfahrt berichteten und das war für uns keine Option. Zum Glück!!!, denn wie wir einen Tag vorher erfuhren, streikte ausgerechnet an diesem Tag in London die Metro. Dazu später mehr…

Um mit dem Zug nach London zu kommen, muss man erstmal zum HBF in Southampton, dem „Southampton Central“. Das geht auf fünf verschiedene Arten:

Option 1: Öffentlicher Bus
U1 5-10 Minuten zu Fuß aus dem Hafen raus, links abbiegen, nach ca. 100 m kommt auf der linken Seite die Bushaltestelle U1, die je nach Wochentag und Tageszeit regelmäßig fährt. Zur Hochzeit fährt der Bus alle 7-8 Min. Kosten: 2 Pfund pro Strecke oder 3,50 Pfund für ein Tagesticket

Option 2 : Öffentlicher Bus am Ferry Terminal (Red Funnel Terminal)
Ca.100 m weiter von Option 1 befindet sich der Ferry Terminal (vorm Starbucks), er fährt alle 30 Minuten; Kosten: 1 Pfund pro Strecke

Option 3: Shuttle Bus
Dieser fährt direkt vom Cruise Terminal aus zum SeaCity Museum. Von dort läuft man noch ca. 5 Minuten zum Bahnhof; Kosten: keine

Option 4: Zu Fuß
Das dauert in durchschnittlichem Tempo ca. 30 Minuten; Kosten: keine

Option 5: Taxi
Fahrtzeit: 10-15 Minuten; Kosten: 7-8 Pfund (ca. 9 €)

Wir nutzten den Stadtplan, der am Terminal ausgegeben wurde und sind – mit kleinem Abstecher zu Starbucks – zu Fuß sehr gut zum Bahnhof gekommen. Der Zug nach London (Waterloo Station) fährt alle 15-30 Minuten. Fahrtzeit 1:15 -1:40 Std.

Fahrkarten können im Bahnhof Southhampton in verschiedenen Preisstufen gekauft werden. Es wird unterschieden in “peak” (totale Pendlerzeit), “off-peak” (außerhalb der regulären Pendlerzeit) und “super-off peak” (absolut nix los). Zum Glück gerät niemand mit der derzeitigen Schiffsliegezeit in die Pendlerzeit, denn da wäre ein Tagesticket schnell doppelt so teuer, nämlich knapp 80 Pfund (ca. 93 €) . Nach 8.30 Uhr ist man aus der Pendlerzeit raus und zahlt für ein Tagesticket pro Person ca. 44 Pfund (ca. 51 €). Die Sparfüchse können auch nur 38 Pfund (ca. 44 €) zahlen, sind dann aber in den Reisezeiten eingeschränkt. Es gibt auch Angebote, die den Nahverkehr in London (Metro, Straßenbahn, Bus) für einen kleinen Aufpreis einbeziehen. Alternative: Nach ca. 17 Minuten Fahrtzeit hält der Zug in Winchester, falls man sich das anschauen möchte; Kosten: knapp 7 Pfund p.P. (ca. 8 €).

London

Wie oben im Text schon kurz erwähnt, es wurde in London gestreikt. Die Metro bewegte sich keinen Zentimeter und so war ein großes Verkehrschaos in der Stadt vorprogrammiert. Den Zug hat es scheinbar gar nicht beeinflusst, denn er fuhr regelmäßig und wir haben sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt gut einen Platz im Zug gefunden. Beides Mal saßen wir lustigerweise neben anderen „auf eigene Faust“-Ausflüglern, die ebenfalls von der Zugfahrt begeistert waren. Die AIDA-Busse hingegen hat es leider sehr beeinträchtigt. Um 13.30 Uhr waren sie noch außerhalb von London. Wir haben hinterher erfahren, dass das Sightseeing Programm durchgezogen wurde, aber nur vom Bus aus, ohne Ausstiege. Wer sich nichts Essbares vom Schiff mitgenommen hatte, der musste halt bis abends durchhalten.

Wir kamen also pünktlich in London an und SURPRISE: Es regnet!!! Wie wir schon in den allgemeinen Tipps geschrieben haben, sollte man darauf eingestellt sein.

Wir hatten uns ein paar Tage vor der Reise bei “rent-a-guide”* Tickets für den Hop-On-Hop-Bus gebucht (Kosten 35 € p.P; London ist sehr teuer), damit wir auch im Regen trockenen Fußes Sightseeing betreiben können und so war unser erster Anlaufpunkt der Trafalgar Square, um dort unsere Bustickets für „The Original Tour” abzuholen.
Dieser Anbieter hat drei verschiedene Routen*:
Rote Linie: City Sightseeing
Gelbe Linie: The Original Tour
Blaue Linie: Museums Tour

Mit dem Ticket kann man für 24 Stunden alle drei Busrouten, aber auch mit dem Schiff! fahren und beliebig wechseln.

Tipp: Falls du gerne mehr Infos zu Sightseeing Bussen hättest, dann schau doch mal in dem Beitrag von Janne „Landausflugstipps – Interaktiver Bus“ vorbei. Der zeigt dir auch, Sightseeing-Busse sind in der Regel günstiger als in London. 😛

Von der Waterloo Station läuft man bis dort ca. 20 Minuten zu Fuß. Auf dem Weg lugten wir ab und an unterm Regenschirm hervor und konnten so auch einen netten Blick auf das London Eye und den Big Ben erhaschen.

Dann machte auch uns der Streik der Metro zu schaffen, denn wir standen am Trafalgar Square mit dem Bus im Stau. Es ging eine halbe Stunde weder vor noch zurück und wir zogen ernsthaft in Erwägung, wieder raus in den Regen zu ziehen, um zu einer weiter auswärts gelegenen Busstation zu laufen. Aber dann konnte sich der Busfahrer doch in den Verkehr drängeln und es ging im Schneckentempo durch die Stadt. 😛

Die Fahrt war lustig und informativ. Wir nahmen ein paar Stationen mit Geschichten zu Stadt, Gebäuden und Menschen mit und sind dann an der London Bridge ausgestiegen, natürlich um diese näher anzuschauen und weil der Hunger an uns nagte. Wir wollten den Bus später noch einmal nutzen, sind aber nicht mehr dazu gekommen beziehungsweise hatten im Dunkeln auch nicht mehr so viel Lust. Für uns hat sich der hohe Preis deshalb nicht bezahlt gemacht, aber sollte man zu einer Jahreszeit reisen, in der es länger hell ist und sollte man mehrere Ein- und Ausstiege nutzen, dann ist der Hoho-Bus eine supertolle Sache.

Das mit dem Essen ist ja in England so eine Sache. Wir haben gelernt, man nimmt besser keinen x-beliebigen Pub, bloß weil er nett von außen aussieht. Vielleicht ist das Essen typisch englisch (können wir nicht so beurteilen), aber bei uns war es leider nicht so der Hit. Auch gab es weder Tee noch Kaffee, was bei Regenwetter die Laune nicht hebt. 😛

Tipp von Bekannten: Fragt die Einheimischen, die so aussehen als ob sie in der Gegend arbeiten oder es vielleicht sogar gerade tun. Die wissen in der Regel, wo man gut und günstig essen kann. 

Für den Kaffee nach dem Essen musste bei uns also wieder Starbucks ran.

Da es aufgehört hatte zu regnen, sind wir dann noch eine Weile durch die Stadt gezogen, aber da wir zum ersten Mal ein öffentliches Verkehrsmittel auf einem Landausflug genutzt haben, wollten wir die Nerven nicht zu sehr strapazieren und lieber eine Stunde zu früh nach Southampton zurückkehren, als zu spät. Also spazierten wir zurück zu Waterloo Station. Die Offline Karten von Google-Maps (Tipp 10 in den Allgemeinen Infos zur Metropolentour) haben uns einen guten Dienst erwiesen. Wir wussten jederzeit wo wir waren und wie lange wir noch zum Ziel laufen müssen. Je näher wir der Waterloo Statio kamen, desto weniger benötigten wir allerdings die Karten, denn wir konnten einfach dem Pendlerstrom hinterherlaufen. Es hatte schon etwas Surreales an sich, dieser kleinen Menschenansammlung durch die dunklen Gassen zu folgen und darauf zu vertrauen, dass sie alle dasselbe Ziel haben. Am Bahnhof angekommen, warteten wir auch diesmal keine 20 Minuten und waren schnelle 1:20 Stunden später wieder in Southhampton. Da wir noch etwas Zeit hatten, beschlossen wir noch einen kleinen Umweg zum WestQuay Shopping Center zu machen und uns dies kurz anzusehen.

Dann liefen wir noch eine halbe Stunde immer geradeaus durch das Städtchen zu unserer AIDAprima zurück, Füße hochlegen!

Jetzt bist du am Ende unseres Reiseberichts von Southampton nach London und kannst nun entscheiden, welche spannende Info du dir als nächstes anschauen möchtest.

Janine & Cruvipus

Also falls du in London nicht (nur) mit dem Hoho-Bus fahren willst bzw. einfach mal schauen möchtest, was noch alles möglich ist, dann findest du hier eine tolle Auswahl an:

Die Infos für Southampton/London sind für dich jetzt erst einmal ausreichend? Dann lies doch hier unsere weiteren Reiseberichte der AIDA Metropolentour.
PS: Dürfen auch von nicht AIDA-Fahrern gelesen werden. 😛

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