Interview mit Abenteurer Daniel

Hallo, erzähl uns bitte kurz wer du bist.

Servus und Ahoi, ich bin der Daniel, 44 Jahre jung und komme aus Bad Tölz in Oberbayern. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich als DJ und habe auch dank dieses tollen Jobs schon viel von dieser schönen Welt gesehen, denn ich war u.a. als Clubschiff-DJ mehrere Monate auf See. Mittlerweile verreise ich aber lieber ohne dabei auch noch zu arbeiten und berichte darüber in Wort und Bild auf meinem Reise- und Kreuzfahrtblog fernwehblog.net.

Wann hast du Kreuzfahrten für dich entdeckt?

Fasziniert hat mich das Thema Kreuzfahrt seit ich das erste Mal als Kind in den achtziger Jahren das „Traumschiff“ im Fernsehen gesehen habe. Als ich dann dank eines Gewinnspieles 2007 bei VOX „Wolkenlos“ endlich das erste Mal selbst auf einem Kreuzfahrtschiff war, war es endgültig um mich geschehen. Da musste ich noch einen draufsetzen, denn das, was der DJ auf dieser Tour auf die Plattenteller legte, konnte ich doch besser. So heuerte ich nach einem erfolgreichen Casting 2009 bei AIDA an. Doch nach dieser unvergesslich erlebnisreichen Zeit und dem damit verbundenen ungeschönten Blick hinter die Kulissen der Kreuzfahrtindustrie, wollte ich unbedingt auch andere Reedereien erleben und darüber berichten… neben all den anderen Reisen, die ich mittlerweile jedes Jahr unternehme.

Welches Kreuzfahrtkonzept/ Schiff gefällt dir am besten und wieso?

Es fällt wirklich schwer sich hier festzulegen. AIDA hatte ein für den deutschen Markt sehr gut angepasstes Rundumkonzept, wobei dies in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. MSC bietet italienisches Flair und hochklassige mediterrane Küche auf den Weltmeeren und NCL besticht neben dem Freestyle-Cruising mit einem großartigen Entertainment-Konzept. Grundsätzlich sind mir kleine Schiffe ein wenig lieber, auch weil diese oft noch kleinere, vom Massentourismus verschonte Häfen anlaufen.

Wie gestaltet sich vor der Reise derzeit deine Landausflugsplanung?

Seit ich verheiratet bin, kümmert sich meine Frau um die Ausflüge, sie ist hierbei wesentlich akribischer als ich. Ist die Kreuzfahrt einmal gebucht, werden die jeweiligen Zielhäfen genauer unter die Lupe genommen. Viele der Häfen im europäischen und karibischen Raum kenne ich bereits ein wenig und übernehme daher gerne vor Ort die Führung. Bei unbekannten Destinationen werden nach kurzer Absprache ein paar sehenswerte Highlights gewählt und geprüft, ob das auch Sinn macht in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit. Wenn es dann auch noch die Möglichkeit gibt, vorab über das Internet Eintrittskarten und Transfers zu buchen, wird dies auch noch vor der Reise erledigt. Bei Pressereisen hingegen ist das Programm meist schon vorgegeben, da bleibt leider oft zu wenig Spielraum für eigene Vorlieben.

Welche Kreuzfahrt/ welcher Landausflug hat dir bis heute am besten gefallen?
Was war dein schönstes Erlebnis?

Eine Woche lang Islandhopping mit der „NCL Pride of America“ in Gewässern vor Hawaii zu schippern, war das bisherige absolute Highlight.
Die Akropolis in Athen als Landgang auf eigene Faust hat mir bisher in Sachen Landausflug am besten gefallen.
Das schönste Erlebnis war eindeutig eine von der AIDA-Crew selbst organisierte Bootsfahrt von St. Maarten nach St. Barth.

Was nimmst du auf jede Kreuzfahrt / oder Landgang mit?

Unbedingt die große Spiegelreflex-Kamera mit Reiseobjektiv und das Smartphone samt Reiseführer-App für die jeweilige Destination. Auch ein Reiseführer in Buchform ist oft mit dabei, eine Flasche Wasser, die Kreditkarte und natürlich mein Maskottchen Jack Bearow.

Wen würdest du gerne mal mit auf Kreuzfahrt nehmen und warum?

Irgendwann mal meine kleine Tochter, die bald zur Welt kommt. Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr diese ganz besondere Art des Reisens ebenso gut gefällt wie mir.

Hast du einen guten Tipp für Kreuzfahrt-„Anfänger“??

Du hast Angst vor Seekrankheit? Vergiss es ganz schnell! Die meisten großen Kreuzfahrtschiffe fahren ausgesuchte Schönwetterrouten, es sei denn Du wagst gleich eine herbstliche Atlantik-Überquerung oder das Abenteuer Hurtigruten-Postschiff. Auf den großen Kreuzfahrtschiffen gibt es außerdem Stabilisatoren, welche bis zu einem gewissen Wellengang das Schiff ruhig halten. Wer ganz viel Angst davor hat, dass ihm auf der ersten Kreuzfahrt schlecht wird, der soll sich einfach im Reisebüro seines Vertrauens in Sachen Route und Kabine beraten lassen. Letztere wählt man dann am besten ziemlich mittig im Schiff, auch beim Deck (Stockwerk). Wagt Euch auf eine Seereise, aber nicht wundern, wenn Euch das Kreuzfahrtfieber voll erwischt. Diese Krankheit hat keine Nebenwirkungen, außer einer ständigen Sucht nach Meer…